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Bund Naturschutz - Ortsgruppe Bobingen |
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FundgrubeInhalt
Eine Heimat für den Biber Eine Heimat für den BiberSteckbrief
Geschichte eines ErfolgesDas bisher erfolgreichste deutsche Wiedereinbürgerungsprojekt wurde von Hubert Weinzierl und anderen namhaften Naturschützern in den 60er Jahren gestartet. Hundert Jahre lang waren die Riesennager in Bayern ausgerottet. Die Übermacht derer, die ihnen auf den Pelz rückten, war einfach zu groß. Biberpelz für Mützen und Mäntel, Bibergeil, ein Drüsensekret gegen körperliche Gebrechen aller Art, und Biberfleisch, das findigen Kirchenmännern als Fastenspeise galt, waren die Hauptgründe. 1867 machten die Nachstellungen dem letzten bayerischen Biber den Garaus. 1966 kamen die fleißigen Holzarbeiter nach Bayern zurück - in den Transportkisten des Bundes Naturschutz, der mit diesem Aussetzungsprojekt die Donau zum Ausgangspunkt für die erfolgreiche Wiederbesiedlung machte. Insgesamt hatte der Bund Naturschutz mit Genehmigung der Behörden bis 1980 etwa 120 Biber in Bayern angesiedelt. Heute beträgt der Biberbestand schätzungsweise 1.500 bis 1.700 Tiere in 350 bis 400 Biberrevieren. Dieser Erfolg wäre nicht möglich gewesen, wenn uns nicht viele Menschen mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen über all die Jahre zur Seite gestanden wären. Auch heute noch benötigen wir ihre Hilfe, um diesen Erfolg zu sichern. Biotop aus "Biber-Hand"
Dank der Arbeit des Bunde Naturschutz gibt es heute in Bayern wieder Biber. Wir wollen diesen Erfolg jetzt endgültig sichern.
Biberschutz ist Hochwasserschutz
Auch mit den Wasserwirtschaftsbehörden arbeitet Familie Biber Hand in Hand. Ihre Dämme und Bauten schaffen neue Retentionsräume, die naturnahen Uferstreifen und Pufferzonen senken den Aufwand für die Gewässerunterhaltung, schützen vor Dünger- und Gifteintrag und sind natürliche Bremse bei Hochwasser. Biberschutz ist also auch Hochwasserschutz für die Menschen an den Unterläufen unserer Flüsse. "Biberberater"
In unmittelbarer Gewässernähe können schwere Landmaschinen in Flucht- und Fraßröhren des Bibers einbrechen. Er nimmt Zuckerrüben und Mais in seinen Speisezettel auf, wenn die Felder unmittelbar an seinen Fluss grenzen. Die meisten dieser Konfliktfälle können bei etwas gutem Willen gelöst werden. Der Bund Naturschutz setzt dafür sogenannte "Biberberater" ein. Damit wurden gute Erfahrungen gemacht: für fast alle Konfliktfälle gab es eine Lösung. Die persönliche Beratung vor Ort und rechtzeitige Präventivmaßnahmen verhindern also von vornherein viele Probleme. Tier-Quiz über Fledermäuse
Die Antworten verbergen sich im nachfolgenden Text. Nächtliche Insektenjäger "Graf Dracula", das Blut saugende Ungeheuer in Fledermausgestalt, "spukt" in unseren Köpfen, wenn wir an die nachts fliegenden Tiere denken. In Europa galt die Fledermaus lange Zeit als unheimliches Geschöpf. Auf alten Bildern wird der Teufel mit Fledermausflügeln dargestellt, die Engel dagegen mit Vogelflügeln. Chinesen hingegen sehen in den Fledermäusen Glücksbringer. Fledermäuse sind harmlose Tiere. Sie sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können. Ihre Flügel bestehen aus den Armknochen und stark verlängerten Fingern, zwischen denen sich eine dünne Flughaut spannt. Es gibt rund 900 Arten von Fledermäusen weltweit, in Europa etwa 20 Arten. Das Große Mausohr ist die größte in Europa vorkommende Fledermausart. Sie erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 43 cm. Sobald es kalt wird und keine Insekten mehr fliegen, ziehen sich die Tiere in Höhlen, Bergwerke, Dachstühle usw. zurück und halten Winterschlaf. Die Fledermausjungen hängen kopfüber am Dachgebälk, öffnen mit 4 – 7 Tagen die Augen, können nach 24 Tagen fliegen und sind nach 40 – 50 Tagen selbständig. Der Mensch ist der größte Feind der Fledermaus! Er füllt Höhlen mit Bauschutt auf, mauert Bergwerke und Keller zu, verschließt Dachböden, behandelt Gebälk mit Giften und vernichtet die Nahrungsinsekten der Fledermäuse durch Insektizide. An lauen Sommerabenden kannst du bei Einbruch der Dämmerung mit etwas Glück Fledermäuse sehr gut im Singoldpark beobachten. Solltest du wissen, wo sich eine Fledermauskolonie befindet oder aber ein verletztes Tier finden, ruf uns an: Tel. (08234) 964848 (Veronika Schwarzenberger) Umweltbelastungen durch GartengeräteRasenmäher und andere Hobbygeräte mit Verbrennungsmotoren sind laut und vergiften die Umwelt. Sie können die Gesundheit ihrer Nutzer durch einen beträchtlichen Ausstoß von krebserregendem Benzol gefährden und tragen erheblich zur Ozonbelastung bei. Neue Motortechniken, Katalysatoren und Spezialbenzin könnten helfen. Technisch wären abgasärmere Gartengeräte kein Problem. In den USA sind sie bereits seit 1995 Standard. Die Verbraucherzentrale Hessen fordert daher vom Gesetzgeber Maßnahmen zur Senkung des Schadstoffausstoßes von solchen Motoren. Beratungsaussage/Empfehlungen für Gartenarbeiter
HintergrundinformationenIn den Monaten von März bis Oktober in fast jedem Garten das gleiche Bild: überall lärmen Rasenmäher, Kettensägen, Heckenscheren oder Vertikutierer und blasen Abgaswolken in die Luft. Wegen der höheren Leistung benzingetriebener Geräte ziehen viele Gartenbesitzer die lauten Stinker den leiseren und abgasfreien Modellen mit Elektroantrieb vor. Die benzingetriebenen "Gartenhelfer" sind inzwischen für einen großen Teil der Kohlenwasserstoff-Emissionen aus Motoren verantwortlich, denn anders als im Straßenverkehr sind für die Kleingeräte Abgaskatalysatoren weder vorgeschrieben noch üblich. Doch während etwa das Lärmen mit Gartengeräten durch die "Rasenmäher-Verordnung" bis ins kleinste Detail geregelt ist, gibt es für die Abgase aus Hobbymotoren bislang keine Vorschriften. In Deutschland gibt es rund 3,5 Millionen benzingetriebene Gartengeräte, darunter 1,2 Millionen Rasenmäher. Danach folgen Rasentrimmer und Kettensägen. Mäher mit Viertaktmotor stoßen pro Betriebsstunde 26mal mehr Kohlenwasserstoffe aus als ein neuer PKW mit Drei-Wege-Katalysator. Kohlenwasserstoffe sind Vorläufer von bodennahem Ozon und damit verantwortlich für den Sommersmog. Noch schlimmer ist die Umweltbelastung durch Zweitaktmotoren, zum Beispiel bei einer Motorsäge. Aus ihnen entweicht bei laufendem Motor jede Stunde die 600fache Menge an Benzol verglichen mit einem modernen PKW. Der Ausstoß von Kohlenwasserstoffen liegt 100mal höher als bei einem Neuwagen mit Drei-Wege-Kat. Das Kernproblem ist die Zweitakttechnik, dem Laien noch durch das Tüffeln und Müffeln der Trabis und Wartburgs aus der Nachwendezeit vertraut. Die ist auch noch in extremen Schräglagen einsetzbar, in denen vor allem Handgeräte häufig betrieben werden. Bei herkömmlichen Viertaktmotoren tauchen hier schon bald Probleme mit der Schmierung auf. Beim Zweitakter hingegen wird das Schmieröl als Teil des Treibstoffgemischs angesaugt und in jeder Position bis an die Zylinderwände und Kolben gebracht. Im Gegensatz zum Viertakter sprüht jedoch ein Zweitaktmotor rund 35 Prozent des verbrauchten Benzins unverbrannt als Kohlenwasserstoff-Dusche in die Umwelt. Besonders alarmierend ist die Situation beim Krebs erregenden Benzol: jeder Kubikmeter Abgas einer Motorsäge enthält 1.000 Milligramm Benzol - im Vergleich zu 1,7 Milligramm beim PKW mit Katalysator. Das macht pro Betriebsstunde 588mal mehr Benzol-Emissionen. Weil Gärtner durchschnittlich nur etwa einen halben Meter vorn Auspuff ihrer Geräte entfernt sind, ist ihre Gesundheit ernsthaft in Gefahr. Die Kohlenwasserstoffe schaden jedoch nicht nur dem Klima und dem Wohlbefinden der Kleingärtner. Das Umweltbundesamt (UBA) hat die flüchtigen Verbindungen auch als Gefahr für die gesamten Naturkreisläufe geortet. Regen spült Luftschadstoffe wie Benzol oder das nicht minder gefährliche Toluol ins Grundwasser. Für die wichtigsten Verlustschmierstoffe, wie Kettenschmierstoffe für Motorsägen, Schalöle und Schmierfette sowie seit kurzem auch für Hydraulikflüssigkeiten stehen schonende Produkte mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" zur Verfügung. Diese Produkte enthalten meist Inhaltsstoffe aus pflanzlichen Ölen. Die Jury Umweltzeichen hat bereits in den Jahren 1992 und 1995 die Umweltzeichen RAL-UZ64 für Schmierstoffe und Schalöle bzw. RAL-UZ 79 für Hydraulikflüssigkeiten und 1998 das Umweltzeichen für biologisch schnell abbaubare Kettenschmierstoffe für Motorsägen (RAL-UZ 48) beschlossen. Die wesentlichen Anforderungen an die Produkte sind:
AusblickDer weltgrößte Hersteller von Forst- und Gartenmaschinen, der schwedische Husqvarna-Konzern will nicht sein gesamtes Sortiment umstellen und setzt daher auf abgasarme Zweitaktmotoren. Hintergrund: in den USA gelten seit 1995 Emissionsgrenzwerte für handgeführte "Offroad-Maschinen"; sie sollen weiter verschärft werden, so dass nur noch schadstoffverminderte Motoren in den Gartengeräten rattern dürfen. Der japanische Motorenhersteller Honda verfolgt eine andere Strategie: Sein neu entwickelter Vier-Takt-Motor verbraucht laut Werksangaben nur noch halb so viel wie ein vergleichbarer Zweitakter und unterbietet leicht die kalifornische Norm. Eine sogenannte Schleuderpumpe soll hier in extremen Schräglagen sicherstellen, dass der Ölfilm auch nach längerer Zeit nicht abreißt. Quelle: Umwelt- und Energiekalender, Verbraucher-Zentrale Hessen 9/2001 Wo kann man in Bobingen Spezialkraftstoffe kaufen?Die kleinen Mengen für den privaten Gebrauch in Garten- und Wald erhalten Sie bei den Firmen Rottenegger (Produkte von Husqvarna) und Wüst ("Motomix" für Zweitaktmotoren und "Motoplus" für Viertaktmotoren). Ab 200 Liter werden Sie von einem Kraftstoffhändler beliefert. Vor dem Umstieg sollten Sie unbedingt Ihren Fachhändler befragen. So kann die Anpassung der Vergasereinstellung notwendig sein. Übrigens bleiben Sonderkraftstoffe anders als herkömmliche Kraftstoffe bis zu 2 Jahre zündfähig und lassen den Vergaser nicht verkleben. Diese umweltfreundlicheren Kraftstoffe werden heute zum Beispiel im Bereich der Forstverwaltungen Augsburg und Schwabmünchen und der Westlichen Wälder, sowie von den Arbeitern des Landratsamtes Augsburg und der Gemeinde Schwabmünchen eingesetzt. Die Stadt Bobingen hat sich Anfang 2003 angeschlossen. Wie zukunftsfähig ist mein Volksvertreter?Der BN-Politiker-CheckDie umweltpolitische Themenvielfalt auf örtlicher Ebene ist kaum überschaubar. Der Bund Naturschutz empfiehlt Ihnen deshalb einige "Wahlprüfsteine": Unterziehen Sie Ihre Mandatsbewerber und deren Programme für die Kommunalwahl 2002 einem Test auf Herz und Nieren: EnergieDer Einstieg in eine ökologische Energieversorgung, der Ausstieg aus der Atomkraft und sofort wirksamer Klimaschutz beginnen vor Ort:
AgrarwendeEine umweltverträgliche Land- und Forstwirtschaft sichert die natürlichen Lebensgrundlagen und eine vielfältige Kulturlandschaft:
LandschaftStädte und Gemeinden haben es in der Hand, eine Flächen schonende, Heimat und Natur bewahrende Siedlungs- und Bauplanung zu realisieren:
Agenda 21In einem kommunalen Agenda 21-Prozess können Projekte für eine nachhaltige und ökologische Entwicklung auf den Weg gebracht werden:
Den Wortlaut des BN-Vorstandsbeschlusses zur Kommunalwahl 2002 finden Sie im Internet unter www.bund-naturschutz.de Wussten Sie schon, dass
Der Alternative Verkehrsclub VCD hat eine Auto- Umweltliste 2001/2002 herausgegeben, in der über 300 Autos einem Umweltcheck unterzogen werden. Untersucht wurden u.a. der CO2-Ausstoss, die Lärmemission, kanzerogene Emissionen, andere Schadstoffe usw. Die Liste kann angefordert werden bei
53119 Bonn Tel. (0228) 98585-0 und (0228) 98585-32 (Versand) Fax. (0228) 98585-10 E-Mail versand@vcd.org Internet www.vcd.org Unsere Kleidung – Woher? Woraus? Wohin?Notizen aus einem Vortrag von Achim Friedrich, ehemaliger Mitarbeiter der Ökostation Stauden mit langjähriger Tätigkeit im Weltladen Augsburg, am 08.02.2001 Neue Kleidung
Altkleider
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zuletzt aktualisiert am 19.02.2012
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