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Bund Naturschutz - Ortsgruppe Bobingen |
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PresseDie hier veröffentlichten Texte entsprechen im Wortlaut unseren Pressemitteilungen. Redaktionelle Veränderungen der abdruckenden Zeitung sind nicht berücksichtigt. Inhalt
Presseerklärung zum Projekt eines zweiten Anschlusses Bobingens an die B17 In redigierter Form veröffentlicht in der Schwabmünchner Allgemeinen am 08.02.2002 Gemeinsame Presseerklärung der Ortsgruppen Bobingen und der Kreisgruppe Augsburg zum Projekt eines zweiten Anschlusses Bobingens an die B17Bezug:
Nach den obigen Presseberichten beabsichtigt der Erste Bürgermeister der Stadt Bobingen, Herr Bernd Müller, unterstützt von der Stadtratsfraktion der SPD, bis zum Jahr 2004 einen zweiten Anschluß Bobingens an die B17 im Nordosten des Stadtgebiets herzustellen. Für erste Planungen und den nötigen Grunderwerb sind in dem für das Jahr 2002 vorgelegten Haushaltsplan bereits 225.000 reserviert. Der Bund Naturschutz zeigt sich durch diese Meldungen in höchstem Maße alarmiert und lehnt aus naturschutzfachlichen und verkehrspolitischen Gründen dieses Vorhaben kompromißlos und mit aller Entschiedenheit ab.
Die aktuelle Debatte zeigt in erschreckender Weise, wie sich in Bobingen eine inzwischen überwunden geglaubte Konzeptlosigkeit in der Verkehrspolitik von neuem artikuliert. Oder gab es immer schon eine Option für den Anschluß (und die Westumgehung), die man nach dem drohenden Bürgerbegehren nicht öffentlich machen wollte? Wurden die Arbeitskreise der Agenda 21 in die jetzt verkündeten Planungen eingebunden? Immerhin müssen wir dafür dankbar sein, daß die Diskussion noch vor den Wahlen begonnen worden ist. Manchem sind dadurch vielleicht rechtzeitig die Augen geöffnet worden. Unterziehen wir also die Kandidaten aller Parteien einem Öko-Test und geben wir unsere Stimme zukunftsfähigen Bewerbern, für die Naturschutz und Ökologie in der Stadtentwicklung Vorrang haben! Bobinger Stadtbote, Dezember 2001 Bio ist besser! Ist Bio besser?Großes Interesse fand ein Vortrag zum Thema Agrarwende, zu dem der Bund Naturschutz Bobingen am 24. Oktober auf den Biolandhof Kugelmann eingeladen hatte. Nicht nur Verbraucher, sondern auch etliche Landwirte folgten im vollbesetzten Brotzeitstüble den sehr kompetenten Ausführungen des aus Landshut angereisten Referenten Johannes Enzler, der an der dortigen Fachschule für Agrarwirtschaft die Abteilung für ökologischen Landbau leitet. Die Krise der Landwirtschaft sah Enzler als eine gesamtgesellschaftliche Krise an. Unser Konsumverhalten, das sich an niedrigen Preisen für Lebensmittel ausrichte, drücke eine niedrige Wertschätzung für Nahrung und die Arbeit der Nahrungserzeuger aus. Für Lebensmittel würden derzeit durchschnittlich nur 13,7% des Einkommens ausgegeben, und trotzdem renne man noch jedem Pfennig hinterher. Unsere Ernährung werde in steigendem Maß von entwerteten Lebensmittel wie H-Milch und Tiefkühlfertigprodukten geprägt. Seit Jahren sei ein rapider Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe festzustellen; zugleich aber wachse die Größe der verbleibenden. Transportwege spielen keine Rolle mehr. Kaum jemand mache sich klar, daß für den Import von einem Kilo Erdbeeren aus Palästina 1 Liter Kerosin verbraucht würden. Daß nicht einmal die größten Betriebe in Deutschland global konkurrenzfähig sein könnten, zeigte Enzler drastisch anhand einiger Zahlenbeispiele. So gebe es in Amerika Farmen mit 370 000 Zuchtsauen oder Mastbetriebe mit 70 100 Schlachtungen täglich. Enzler beklagte unter großer Zustimmung des Publikums einen Rückgang von Ernährungsaufklärung an den Schulen und die wachsende Entfremdung der Kinder von der landwirtschaftlichen Produktion. Verheerend sei die negative Berichterstattung der Medien, die meist nur schlagzeilenträchtige Skandalen hinterherjagten oder allzu bereitwillig profilierungssüchtigen Politikern ein Podium zum Schlagabtausch böten. Von positiven Entwicklungen sei wenig bis nichts zu erfahren. BSE und MKS hätten im Jahr 2001 zu einem starken Zuwachs der Nachfrage nach Öko-Produkten geführt. Im Frühjahr habe es viele Umstellungsberatungen gegeben doch relativ wenige Betriebe hätten den Schritt zum Öko-Landwirt vollzogen. In diesem Bereich gebe es aufgrund der EU-Verordnung inzwischen eine lückenlose Erzeugungskontrolle, also tatsächlich eine gläserne Produktion. Nach dieser ernüchternden Analyse zeigte Enzler künftige Perspektiven auf. Die Verzahnung von Landwirten und Verbrauchern müsse wieder enger werden. Wichtig sei nicht nur eine ökologische Produktion, sondern auch die regionale Vermarktung. Öko-Produktion sei umweltgerecht, diene durch die geringeren Erträge der Marktregulierung, ermögliche einen weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf, biete einer weit größeren Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten Raum und belaste den Boden mit weniger Rückständen. Entgegen manchen Behauptungen seien Öko-Produkte erwiesenermaßen weniger mit Rückständen von Pestiziden und Nitrat belastet als konventionell erzeugte Lebensmittel. Falsch sei auch die Unterstellung einer höheren Pilzbelastung von Öko-Getreide; tatsächlich sei diese eher niedriger. Gefahr drohe dem Öko-Bereich von daher, daß aufgrund fehlender Vermarktungsmöglichkeiten in der Nähe oder höherer Nachfrage woanders die Transportwege länger würden und der direkte Bezug von Bauern und Verbrauchern verloren gehe. Das sei auch das Problem der Supermärkte, die auch Öko-Ware in ihrem Sortiment führten. Diese könnten beim jeweils billigsten Anbieter einkaufen, sei er auch noch so weit entfernt, da sie auf ihr vorhandenes Transportsystem zurückgreifen könnten. Es sei zu befürchten, daß künftig auch die ökologischen Betriebe sich die Preise von den großen Handelsketten diktieren lassen müssen und so in die gleichen Zwänge gerieten, die sich heute für die Landwirtschaft so katastrophal auswirkten. In der anschließenden Diskussion äußerten einige der anwesenden Landwirte eine große Aufgeschlossenheit für die ökologische Wirtschaftsweise. Allerdings müsse das Förderungssystem noch besser werden, es müsse mehr Planungssicherheit geben. Kritisiert wurde auch eine teils unsinnige Gängelung durch Landwirtschaftsämter und gesetzliche Bestimmungen. So würden viele Bauern lieber Klee anbauen, könnten es sich aber nicht leisten, auf die hohen Förderprämien für Mais zu verzichten. Peter Roth
Schwabmünchner Allgemeine, Dezember 2001 Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz hat Nachwuchs!Am 20 Oktober kamen 39 Kinder zwischen 5 und 13 Jahren ins Jugendzentrum in Bobingen, um in den 3 neu gegründeten Jugendgruppen einen Platz zu bekommen. Exakt 60 Anmeldungen liegen derzeit vor. Die Gruppen finden im 3-Wochenrhythmus Platz im Jugendzentrum, sicherlich eine Übergangslösung, bis im Anbau der evangelischen Kirche ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen werden. Nach bald 7-jähriger Jugendarbeit im Rahmen von Aktionstagen hat sowohl die starke Nachfrage wie auch die große Altersspanne nach einer Lösung in Form fester Jugendgruppen gedrängt. Viele intensive Gespräche waren notwendig, bis sich aus der starken Gruppe freiwilliger Helfer verantwortliche Leitungsteams heraus gebildet haben. Die Jüngeren zwischen 5 und 8/9 Jahren gaben sich den bezeichnenden Namen "Die Rasselmäuse". Die Leitung von derzeit 20 "Mäusen" obliegt Gina Hausmann, die tatkräftig unterstützt wird von Helfern wie Regina Schießler, Sigrun Riedlinger u. a. Zu den Großen drängten unerwartet viele junge Naturschützer, so dass statt einer nun zwei Jugendgruppen den Keller im Jugendzentrum mit Leben füllen. Die Großen ab der 5. Klasse wählten wohl überlegt als Leitbild "Die Silberwölfe", geleitet von dem Bild des Wolfes als Rudeltier, dessen Stärke auf dem Zusammenspiel in der Gruppe basiert. Als "Leitwolf" übernimmt Veronika Schwarzenberger das "Rudel", unterstützt u. a. von Marlies Egger und Birgit Baur. Die "Wolfswelpen" werden geführt von Karin Goßner, tatkräftig unterstützt von Corinna Oßwald sowie zwei Jugendlichen, Jennifer Rieger und Johanna Schwarzenberger. Der Ideenbaum, an dem die jungen Naturschützer ihre Wünsche über künftige Aktivitäten und Unternehmungen in Form von Blättern anbringen können, sprießt zusehends: Eine Winterwanderung im Wald, Spurensuche im Wald, mit Kescher und Becherlupe einen Teich erforschen, mit Ton arbeiten, wieder zur Alpe Sonnhalde wandern, Sterne beobachten u v. m. Die Ideen gehen uns sicherlich nicht aus! Auch das eine oder andere Angebot von Elternseite, bei Bedarf die Gruppenarbeit zu unterstützen, macht den Betreuern Mut. Die Silberwölfe samt Welpen sowie die Rasselmäuse jedenfalls fiebern einem Erlebnis reichen Jahr entgegen. Wer gerne in einer Jugendgruppe mitmachen möchte derzeit sind lediglich bei den Rasselmäusen noch wenige Plätze frei ruft an bei Veronika Schwarzenberger, Tel. 964848. Wir freuen uns auch über Anregungen und Unterstützung jeder Art. Veronika Schwarzenberger Schwabmünchner Allgemeine, Oktober 2001 Süße Früchtchen und selbst gemachter ApfelsaftDie Früchte des Sommers durften Kinder zwischen 6 und 12 Jahren ernten, verarbeiten und natürlich genießen, als Mitte September an einem Samstagvormittag 18 Kinder rund 35 Kilogramm Beerenfrüchte zu Marmeladen, Fruchtquark, Erdbeerkuchen und Milchmixgetränken mit Vanilleeis veredelt haben. Bei selbst gebackenen Waffeln und Brombeer-Holunder-Schake mit Eis und Sahne kommentierten hartnäckige Obstverächter das Ergebnis mit: "Einfach beerig!" Mit Flugobjekten besonderer Art wie "Streuobst-Flugobst-Fallobst" machten 14 Tage später 20 Kinder Bekanntschaft. Die sichere Bestimmung von Fallobst bereitete den meisten keine Probleme, während Flugobst sich in der Fantasie wohl mit Flügeln am ehesten darstellen l.ieße. Wenn dann allerdings der Weg eines Apfels aus Neuseeland oder Argentinien auf dem Globus mit dem Finger nachvollzogen wird im Unterschied zu Äpfeln aus Südtirol, dem Bodenseegebiet oder gar aus Bobingen, so bedarf der seltsame Begriff keiner weiteren Erklärung. Einleuchtend lassen sich auch die unterschiedlichen Anbaubedingungen auf einer Plantage zu denen in einem Streuobstgarten und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt nachvollziehen. Streuobst als eine Form des Obstanbaus mit Mehrfachnutzung ist in unserer Region inzwischen selten geworden. Der große, alte Obstgarten der Familie Langenmayer in der Tutzinger Straße bot hierfür ein ideales Erfahrungsfeld die künftigen Süßmosttrinker. Neben Obst bietet eine Streuobstwiese Lebensraum für zahllose Tiere, die Becherlupen begutachtet werden konnten. Auch ein Geschmackstest im Blindversuch ergab eindeutig: Reiner Fruchtsaft unterscheidet sich wesentlich von verdünnten und gesüßten Getränken. Dank der Bereitschaft mehrerer Gartenbesitzer sammelten die Kinder mit großem Einsatz 15 Zentner Äpfel, die in der Mosterei im Wasserturm mit Feuereifer zu Saft verarbeitet wurden, wovon jedes Kind 15 Liter naturtrüben Saft aus Streuobstbeständen mit nach Hause nehmen konnte. Der Obst- und Gartenbauverein darf zu Recht auf Nachwuchs für die Mosterei hoffen, die Gartenbesitzer, die die Aktion unterstützt haben, können gewiß sein, den Grundstock für überzeugte Naturschützer und Mosttrinker gelegt zu haben. Veronika Schwarzenberger
Schwabmünchner Allgemeine, September 2001 Gemeinsame Stellungnahme der Ortsgruppe Bobingen und der Kreisgruppe Augsburg zum geplanten Bergrennen in den StaudenNach Presseberichten (Schwabmünchner Allgemeine vom 4.7.01; Bobinger Stadtzeitung vom 11.7.01) liegen alle amtlichen Genehmigungen vor, die am 6. und 7. Oktober nach sechzehnjähriger Pause wieder ein Bergrennen bei Mickhausen ermöglichen. Die Ortsgruppe Bobingen des Bund Naturschutzes sieht sich, unterstützt von der Kreisgruppe Augsburg, nicht zuletzt wegen der völlig unkritischen Berichterstattung der verantwortlichen Sportredakteure, zu folgender Erklärung veranlaßt:
Bund Naturschutz Ortsgruppe Bobingen und Kreisgruppe Augsburg Bobinger Stadtzeitung, August 2001
Auf der Alpe Sonnhalde
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zuletzt aktualisiert am 19.02.2012
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